Girl In Red – Beginnings

In Reviews von Eric

An jungen Frauen mit DIY-Attitüde und Gitarre, die tolle Songs schreiben, herrscht in letzter Zeit wahrlich kein Mangel – siehe z.B. Laurel, Snail Mail, Soccer Mommy, Alex Lahey, Ilgen-Nur. Marie Ulven alias Girl In Red aus dem Städtchen Horten schließt sich dieser Riege problemlos an. Sie sagt von sich selbst: „Ich bin 20 Jahre alt und aus Norwegen. Ich schreibe, nehme auf und produziere alles in meinem Zimmer.“

Das jetzt erscheinende „Beginnings“ ist streng genommen kein Album, sondern die Sammlung ihrer bisherigen EPs „Chapter 1“ und Chapter 2“ auf einer Platte. In ihren direkten Texten macht sich Ulven Gedanken über gleichgeschlechtliche Sexualität, Sommerdepression und wiederholt über den Tod. In „Dead Girl In The Pool“ etwa geht es um den Morgen nach einer wilden Party, der für die Gastgeberin eine morbide Überraschung bereithält.

Musikalisch bewegt sich Girl In Red im Kosmos der oben genannten Kolleginnen – also mal traurige, mal treibende Gitarrenakkorde, die von zurückhaltenden Drums und Bass sowie einer leicht sphärischen, dem Hall zugewandten Produktion begleitet werden. Obwohl Ulvens Stimme keine hervorstechenden Merkmale hat, hört man ihr gerne zu. Das in Verbindung mit interessanten Texten und einem angenehmen LoFi-Sound macht „Beginnings“ zu einer schönen Platte.

Tracklisting

  1. I Wanna Be Your Girlfriend
  2. Say Anything
  3. Summer Depression
  4. 4am
  5. Girls
  6. Watch You Sleep
  7. I Need to Be Alone
  8. Dead Girl in the Pool
  9. I’ll Die Anyway
  10. Bad Idea

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