Twin Peaks – Lookout Low

In Reviews von Eric

Twin Peaks sind eine Rockband im altmodischen Sinne – die Mitglieder sind einander freundschaftlich verbunden, sie sind über die Jahre zusammen gewachsen, kein Internet-Hype katapultierte sie von 0 auf Fame. Und so altmodisch bzw. zeitlos wie seine Geschichte ist auch der Sound des Quintetts – straighter Rock amerikanischer Prägung, mit Einflüssen von Country, Soul und Gospel.

Für ihr viertes Album „Lookout Low“ arbeiteten die Chicagoer mit Produzent Ethan Johns (U2, Kings Of Leon, Paul McCartney) zusammen, der stark auf den Live-Effekt der Aufnahmen setzte. So klingen Twin Peaks unheimlich direkt, als würde man bei ihnen im Proberaum stehen. Der Jam-durchflutete Opener „Casey’s Groove“ setzt dahingehend gleich das passende Statement. „Better Than Stoned“ erzählt zu bluesigem Americana eine Freundschaftsgeschichte zwischen Liebe und Gras. „Dance Through It“ spielt durch seinen mehrstimmigen Refrain mit Gospel-Einflüssen und flirtet zudem stark mit Funk. „Oh Mama“ und „Sunken II“ klingen nach Bruce Springsteen zuzeiten von „Born To Run“ dank Gitarrensolo und E-Street-Band-Bläsern.

„Lookout Low“ dekliniert die besten Zutaten des US-Rocks durch, klingt dabei aber nicht reaktionär, sondern angenehm entspannt. So macht man America great again!

Tracklisting

  1. Casey’s Groove
  2. Laid In Gold
  3. Better Than Stoned
  4. Unfamiliar Sun
  5. Dance Through It
  6. Lookout Low
  7. Ferry Song
  8. Under A Smile
  9. Oh Mama
  10. Sunken II

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