Garrett Kato – Distant Land

In Reviews von Eric

Kaum ein Genre ist ausdefinierter als das des Singer-Songwriters, vor allem in der Ausprägung junger Mann mit Gitarre. Und dennoch weiß kaum etwas so zu berühren wie ein Singer-Songwriter-Stück, das gut gemacht ist. Womit wir bei Garrett Kato wären, der auf seiner Debüt-EP ebensolche berührenden Songs erschafft.

Wie „River Mouth“, dessen Video bei uns Premiere feierte, schon vorab andeutete, holen auch die anderen Stücke die Hörer*innen emotional ab, weil sie universelle Themen, wie Verlust, Erneuerung, Trauer und Aufbruch behandeln. „River Mouth“ etwa dreht sich darum, die Veränderungen im Leben zu akzeptieren. Dazu treibt ein Schlagzeug nach vorne und die Akustikgitarre spielt schmissige Akkorde.

Überhaupt hat der in Australien lebende Kanadier ein Händchen für einfache, eingängige Melodien. Im Titeltrack kommt zur prägenden Akustikgitarre noch eine Geige hinzu, bei „House On The Hill“ ein Klavier und eine zweite, weibliche Stimme. Dadurch hält Kato seine Kompositionen abwechslungsreich. Emotionaler Höhepunkt ist aber das Abschlussstück „I’ll Be Around“, das eine Botschaft an den Sohn eines verstorbenen Freundes darstellt, in dem Versuch, Hoffnung und Sicherheit zu übermitteln. Hier muss man sich schon eine Träne verdrücken. Garrett Kato versteht offenbar sein Songwriter-Handwerk.

Tracklisting

  1. Where The Vampires Hide
  2. River Mouth
  3. Distant Land
  4. House On The Hill
  5. I’ll Be Around

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