The Black Keys – Let’s Rock

In Reviews von Eric

Genauso schnörkellos wie der Titel ist auch der Sound auf dem neuen Album von The Black Keys – ihrem ersten seit fünf Jahren. Dan Auerbach und Patrick Carney spielen auf „Let’s Rock“ straighten Blues-Rock, mit dem sie an ihre Anfangstage anknüpfen möchten. „Das Album ist eine Hommage an die elektrische Gitarre“, sagt Carney. „Wir haben einen simplen Ansatz gewählt und alles überschüssige Beiwerk weggelassen, ganz so, wie wir es früher handhabten.“ So ganz stimmt das nicht, muss man ehrlicherweise sagen, aber wo soll das komplett Ballast- und Schnörkellose auch herkommen, wenn man inzwischen im eigenen Tonstudio aufnimmt und darüber hinaus zu den bekanntesten Rockbands des Planeten gehört?

„Let’s Rock“ ist weder überragend noch überraschend, vielmehr ist es ein schlauer und geschickter Pastiche aus AC/DC, The Rolling Stones und T.Rex und weiß damit mindestens die ergraute Lederjacken-Fraktion hinter sich. Von T.Rex scheint auch der glamouröse und melodiöse Lack zu kommen, der die simplen Hooks und keifenden Refrains überzieht.
„Shine A Little Light“ empfängt standesgemäß mit einem verzerrten Gitarrenriff und einer stampfenden Bassdrum, so dass nach 20 Sekunden eigentlich schon alles gesagt ist. Wer dennoch weiterhört, kommt am Easy-Rider-Rock von „Eagle Birds“ und der „Get It On“-Hommage „Lo/Hi“ vorbei; streift „Tell Me Lies“, das nicht nur im Titel, sondern auch in den Harmonien an Fleetwood Mac erinnert; und landet schließlich bei dem Rhythm’n’Blues-Rocker „Get Yourself Together“, der Eagles-artigen Ballade „Sit Around And Miss You“ sowie dem psychedelischen „Fire Walk With Me“.

„Let’s Rock“ ist mal harte, mal schimmernde Rockmusik mit einem meist unwiderstehlichen Pop-Appeal.

Tracklisting

  1. Shine A Little Light
  2. Eagle Birds
  3. Lo/Hi
  4. Walk Across The Water
  5. Tell Me Lies
  6. Every Little Thing
  7. Get Yourself Together
  8. Sit Around And Miss You
  9. Go
  10. Breaking Down
  11. Under The Gun
  12. Fire Walk With Me

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