Bright Eyes – Down In The Weeds Where The World Once Was

In Reviews von Eric

Conor Oberst hat das Label Saddle Creek mitgegründet, in diversen Bands mitgespielt (jüngst zusammen mit Phoebe Bridgers als Better Oblivion Community Center) und mehrere Soloplatten veröffentlicht. Doch in keiner Rolle wird der 40-Jährige so heiß und innig geliebt wie als Frontmann von Bright Eyes. Das Indiepop-Trio prägte Anfang bis Mitte der 00er Jahre den sogenannten Omaha-Sound entscheidend mit und war für viele blasse Jungs und Mädels das Sprachrohr ihrer geplagten Gefühle.

Nach einer fast neunjährigen Pause melden sich Oberst, Mike Mogis und Nate Walcott mit ihrem zehnten Album zurück. Und vieles klingt wie damals: Obersts Texte changieren zwischen dem Kampf gegen innere Dämonen und der Sehnsucht nach Liebe und werden mit seinem typischen leicht gesprochenen Gesang sowie seiner typischen nasalen Stimme vorgetragen. Die Instrumentierung ist reichhaltig, abwechslungsreich, teilweise gar überraschend: die Kollegen Jon Theodore und Flea unterstützten an Schlagzeug und Bass im Studio, dazu kommen Streicher und Bläser; erstmals sind auf einer Bright-Eyes-LP auch ein Dudelsack und ein Gospelchor zu hören.

Man könnte einzelne Songs von „Down In The Weeds Where The World Once Was“ hervorheben, etwa „Mariana Trench“, „Persona Non Grata“ oder „Hot Car In The Sun“, die die schwächeren Stücke mitziehen. Oder einfach dem Album einer Band komplett zuhören, die spürbar Bock aufeinander und auf die Musik hat.

Tracklisting

  1. Pageturner’s Rag
  2. Dance And Sing
  3. Just Once In The World
  4. Mariana Trench
  5. One And Done
  6. Pan And Broom
  7. Stairwell Song
  8. Persona Non Grata
  9. Tilt-A-Whirl
  10. Hot Car In The Sun
  11. Forced Convalescence
  12. To Death’s Heart (In Three Parts)
  13. Calais To Dover
  14. Comet Song

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