Bob Moses – Desire

In Reviews von Eric

Es mag erstmal merkwürdig erscheinen, in Zeiten geschlossener Clubs und verwaister Tanzflächen eine Konzeptplatte für den Club zu veröffentlichen. Doch das kanadische Duo Bob Moses geht es mit „Desire“ vor allem um das Gefühl der gemeinsamen Energie, des gemeinsamen Erlebens, wie sie erklären. Und das können wir gerade jetzt doch gut gebrauchen, und sei es nur im eigenen Wohnzimmer mit aufgedrehten Lautsprechern.

Auf dem Nachfolger der 2018er LP „Battle Lines“ präsentieren Tom Howie und Jimmy Vallance sechs durchgehend gemischte Stücke, die auch eine Story erzählen: eine Liebesgeschichte über die positiven und negativen Aspekte gesellschaftlicher Entwicklungen in diesen technologiegetriebenen Zeiten.

Doch vor allem kann man sich zu den hypnotischen, dunklen Deep-House-Tracks der EP hervorragend bewegen, auch alleine. Denn die straffen Beats, die atmosphärische Melodien und der soulige Gesang – kulminierend im Titeltrack mit dem Grammy-nominierten Elektronik-Musiker ZHU – schaffen ein dichtes Klangnetz, in das man sich bedenkenlos fallen lassen kann, ohne sich einsam zu fühlen.

Tracklisting

  1. Love We Found
  2. The Blame
  3. Desire (feat. ZHU)
  4. Hold Me Up
  5. Outlier
  6. Ordinary Day

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