Waxahatchee – Saint Cloud

In Reviews von Eric

Das neue Album von Katie Crutchfield alias Waxahatchee ist eine Art Fortsetzung des Vorgängers „Out In The Storm“, auf dem sie das schmerzvolle Ende einer Beziehung sezierte. „Saint Cloud“ blickt nun jedoch nicht mehr nur auf eine einzelne Beziehung zurück, sondern besucht nun Plätze und Menschen, die sie geliebt hat, aus Crutchfields ganzem bisherigen Leben.

Sie nimmt die Hörer*innen mit auf eine Reise nach Barcelona, Tennessee und New York City. Oft geht es in den Songs um Sucht und ihre zerstörerische Auswirkung auf einen selbst und die Menschen, die einem nahestehen. Auf „Fire“ heißt es etwa: „Gimme something, it ain’t enough, it ain’t enough. […] If I could love you unconditionally I could iron out the edges of the darkest sky.“

Wie für diese Art von Bekenntnislyrik passend, stellt die Amerikanerin die sonst gebräuchlichen E-Gitarren und vor allem das Distortion-Pedal in die Ecke und setzt zusammen mit vier Mitmusikern auf einen klassischen Americana-Sound mit Akustikgitarren, Klavier, Schlagzeug und zurückhaltendem Bass. Elektronische Einsprengsel wie bei „Oxbow“ sind die Ausnahme, meist könnten die Songs direkt aus den 70er-Jahren stammen. Das ist alles sehr gut und effektvoll arrangiert von Crutchfield und ihrer Band, wurde aber so ähnlich aber schon oft gespielt. Wenn sie allerdings mit ihrer intensiven Stimme Zeilen singt wie „When the picture fades, the years will make us calm. I’ll sing a song at your funeral“ – dann bekommt man schon Gänsehaut.

Tracklisting

  1. Oxbow
  2. Can’t Do Much
  3. Fire
  4. Lilacs
  5. The Eye
  6. Hell
  7. Witches
  8. War
  9. Arkadelphia
  10. Ruby Falls
  11. St. Cloud

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