Tiflis Transit – A Dim Daze

In Reviews von Eric

Mit ihrer Mischung aus DIY-Pop und Blue-Eyed Soul setzte die Debüt-EP von Tiflis Transit ein mittelgroßes Ausrufezeichen auf die hiesige Indie-Landkarte. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später macht der Nachfolger des Projekts von Fabian Till genau dort weiter und überzeugt wieder mit melancholischem Groove.

Die titelgebende Schummrigkeit durchzieht die fünf Songs wie ein roter Sound-Faden, sowohl die Instrumente als auch Tills Gesang wirken gedämpft. Dennoch verleihen insbesondere – wenn vorhanden – die Motown-Bläser den Stücken Dynamik. Neben einem Klavier in verschiedenen Spielarten (mal Vaudeville-mäßig in „Waver“, mal jazzig in „Toil“) sorgt vor allem der Wechsel der Gesangstonlagen für Abwechslung. Bei „Errantly Casual“ darf die ansonsten diskret im Hintergrund gehaltene Gitarre beherzter und funkiger zupacken. Am meisten überzeugt aber die Michael-Kiwanuka-artige Ballade „Doze“.

Ein wenig wirkt „A Dim Daze“ noch mit angezogener Handbremse eingespielt und produziert. Sollten Tiflis Transit hier noch richtig ins Rollen kommen, könnte das groß werden.

Tracklisting

  1. Doze
  2. Waver
  3. Toil
  4. Errantly Casual
  5. Bazon’s Song