The Voidz – Virtue

In Reviews von Eric

The Voidz sind die Band, mit der Julian Casablancas die musikalische Weirdness auslebt, der er bei The Strokes oder solo nie so ganz freien Lauf lassen kann oder will. Die bunt zusammengewürfelten New Yorker machen ebensolche Musik auf ihrem zweiten Album. Der Opener geleitet noch erwartbar in „Virtue“ hinein, mit einer Strokes-Melodie, in die ein paar Italo-Disco-Versatzstücke eingewoben werden.

Danach strecken sich aber Tentakel in alle möglichen musikalischen Richtungen aus und nehmen überall etwas mit. „QYURRYUS“ verbindet Scratching mit kreischenden Gitarren und Auto-Tune-Gesang auf Basis einer modulierten arabischen Melodie. „Pyramid Of Bones“ treibt eine heavy Black-Sabbath-Gitarre an. „All Wordz Are Made Up“ verbindet einen Calypso-Rhythmus mit einer Discopop-Hook, das folgende „Think Before You Drink“ dreht als Folk-Ballade in eine komplett andere Richtung, wie insgesamt auf der LP keine zwei ähnlichen Songs aufeinander folgen.

Casablancas’ Begleitgesang ist noch nuscheliger und effektbeladener als gewohnt, so dass nur wenige komplette Sätze zu verstehen sind. Es geht wohl auch um Gesellschaftskritik, sagt man. Dabei hat „Virtue“ genug zu bieten, um interessant zu sein, wirft aber auch so viele Fäden aus, die immer wieder im Nichts enden, um zu verschrecken.

Tracklisting

  1. Leave It In My Dreams
  2. QYURRYUS
  3. Pyramid Of Bones
  4. Permanent High School
  5. ALieNNatioN
  6. One Of The Ones
  7. All Wordz Are Made Up
  8. Think Before You Drink
  9. Wink
  10. My Friend The Walls
  11. Pink Ocean
  12. Black Hole
  13. Lazy Boy
  14. We’re Where We Were
  15. Pointlessness

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