The Night Cafe – 0151

In Reviews von Eric

Ihre Liverpooler Herkunft schreiben The Night Cafe groß auf ihr Debütalbum – „0151“ ist nicht nur dessen Titel, sondern auch die Vorwahl der Stadt am Mersey. „Die Stadt hat uns zu dem gemacht, was wir sind“, gibt das Quartett zu Protokoll. Aber: „Wir verhalten uns anders als die anderen Bands der Liverpool-Szene.“ Das mag vielleicht stimmen, ihre britische Herkunft hört man den Musikern trotzdem an. Ein elegisch-melancholischer BritPop-Sound bildet die Grundlage der Songs, die in Hall gehüllten Gitarren nehmen Bezug zum wieder angesagten Shoegaze. Als Referenzen kommen Palace, Bombay Bicycle Club, Ride, The Verve oder Inspiral Carpets in den Sinn.

The Night Cafe können definitiv atmosphärisch dichte Stücke schreiben, die mal ein wenig ins Psychedelische, mal ein wenig ins Soulige driften, das beweisen sie auf „0151“. Warum sie allerdings gleich 18 Songs auf ihren Erstling gepackt haben, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Zu ähnlichen klingen die meisten Stücke, die sich meist im Midtempo einrichten. Flottere Stücke wie „Turn“ und „Strange Clothes“ bzw. eindeutige Balladen wie „I Know (I’m Sure)“ und „A Message To Myself“ stechen allein schon wegen ihres anderen Tempos heraus. Hier hätte eine größere Konzentration auf die wesentlichen Tracks sicher nicht geschadet.

Tracklisting

  1. 0151 Intro
  2. Finders Keepers
  3. Felicity
  4. Please
  5. Mother
  6. Breathing In
  7. Turn
  8. Calling Your Name Again
  9. Endless Lovers
  10. Strange Clothes
  11. Take Care Pt.1
  12. I Know (I’m Sure)
  13. Addicted
  14. I’m Fine
  15. In My Head
  16. A Message To Myself
  17. Mixed Signals
  18. Leave Me Alone

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