The Coral – Move Through The Dawn

In Reviews von Eric

Seit ihrem selbstbetitelten Debütalbum von 2002 sind The Coral inzwischen bei ihrer neunten LP angelangt – und das trotz einer zwischenzeitlichen fünfjährigen Auszeit. Fleißig ist sie also, die Band aus Wirral, und musikalisch ausprobiert haben sie auch einiges, von Folk über Funk bis zu Songs über Maden.

„Move Through The Dawn“ präsentiert nun die lässig möglichste Variante des Quintetts: Psychedelischer Folk-Rock im Sinne von The Band oder den Allah-Las, plus einer guten Portion britischer Melodieseligkeit. Geleitet vom stets souveränen Sänger James Skelley finden The Coral den Weg zwischen Euphorie und Melancholie, in einer zeitlosen, unangestrengten Retroversion von Gitarrenmusik.

„Eyes Like Pearls“ startet mit großartigen, träumerischen Harmonien die Fahrt Richtung Ozean unter einem blauen Himmel mit strahlender Sonne. Das folgende „Reaching Out For A Friend“ vermischt gekonnt zwei Radiosender, auf denen gerade ELO und Blondie laufen, „She’s A Runaway“ stoppt kurz im Laurel Canyon, „Eyes Of The Moon“ gönnt sich einen milden Trip mit einem Fitzelchen LSD, bei dem die Wolken anfangen zu schmelzen. „Outside My Window“ fährt durch eine alte Western-Stadt, während ein Cowboy auf auf seinem Pferd vorbeireitet.

Am Ende des Albums sind The Coral angekommen, stecken an einem kalifornischen Strand die Füße in den Sand, betrachten den Sonnenuntergang, lassen sich am Lagerfeuer nieder, packen die Akustikgitarre aus, intonieren mit John Denver im Kopf „After The Fair“ und geben ihren Hörer*innen den Rat: „Look to tomorrow before it’s gone.“

Tracklisting

  1. Eyes Like Pearls
  2. Reaching Out For A Friend
  3. Sweet Release
  4. She’s A Runaway
  5. Strangers In The Hollow
  6. Love Or Solution
  7. Eyes Of The Moon
  8. Undercover Of The Night
  9. Outside My Window
  10. Stormbreaker
  11. After The Fair

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