Rolling Blackouts Costal Fever – Hope Downs

In Reviews von Eric

Das Debütalbum des australischen Quintetts Rolling Blackouts Costal Fever lebt vor allem von seiner nervösen Energie. Die drei gleichberechtigten Sänger/Gitarristen Tom Russo, Fran Keaney und Joe White treiben ihre Instrumente zu adrenalingeladenem, einnehmendem Dängelrock, den die Anmutung von Jam Sessions aus den 1970er Jahren umweht – verstärkt noch durch die nicht leicht zu entschlüsselnden Texte. Zusätzlich wechseln sich die Drei noch mit ihren spröden Gesangsstilen am Mikrofon ab, Schlagzeug und Bass halten den Rhythmus scharf und fest, so dass leicht nostalgische, aber auch unvorhersehbare Songs dabei herauskommen.

RBCF sind Meister der Verdichtung, so dass aus den rund 35 Minuten Spielzeit von „Hope Downs“ keine Stücke herausstechen, sondern die LP wie eine Einheit wirkt. Ihr Sound ist präzise und unverfälscht, schlägt aber immer wieder Haken. Im kontemporären Indierock gibt es zurzeit eigentlich niemanden, der so klingt wie die Band aus Melbourne. Für Vergleiche muss man schon weiter zurückgehen, The Go-Betweens und frühe R.E.M. kommen als erste in den Sinn. RBCF sind sich jedoch als Referenzpunkt hörbar selbst genug.

Tracklisting

  1. An Air Conditioned Man
  2. Talking Straight
  3. Mainland
  4. Time in Common
  5. Sister’s Jeans
  6. Bellarine
  7. Cappuccino City
  8. Exclusive Grave
  9. How Long?
  10. The Hammer

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