Rolling Blackouts Coastal Fever – Sideways To New Italy

In Reviews von Eric

Nachdem das australische Quintett Rolling Blackouts Costal Fever im Zuge ihres Debütalbums „Hope Downs“ die Welt vor allem durch die Fenster von Flugzeugen und Tourbussen gesehen hat, ist der Nachfolger „Sideways To New Italy“ eine Reflexion über ihre individuelle Vergangenheit und die Orte, die sie geprägt haben. Das titelgebende New Italy ist ein Dorf in der Nähe der Northern Rivers im australischen Bundesstaat New South Wales – der Gegend, aus der Drummer Marcel Tussie stammt. Wie dort früher die italienischen Einwanderer mittels Nachbildungen römischer Statuen versuche auch die Band auf Tour, die Verbindungen zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten, erklärt Tom Russo, der gemeinsam mit Fran Keaney und Joe White als gleichberechtigter Sänger/Gitarrist agiert.

Genau diese Gitarren treiben wie auf dem Erstling die Songs an, geben ihnen eine nervöse Energie. Oft mit Hall belegt und verwoben mit einem ungezügelten Bass- und Schlagzeugspiel machen die Melbourner den Eindruck einer kalifornischen Rockband aus den 1970er-Jahren, bei der sich die vielen Sonnenstunden direkt in den Sound übertragen haben. Damit sind sie so etwas wie die adrenalingeladenen Cousins der Allah-Las, die auch mit sonnengebleichter Retro-Note spielen, nur zwei, drei Gänge langsamer. Einzelne Stücke aus diesem dichten Werk hervorzuheben, ist nicht einfach, man könnte „The Second Of The First“ und „Cars In Space“ nennen, als auch „Sunglasses At The Wedding“, das mit ruhigen Akustikgitarren überrascht.

Ein überzeugendes Zweitwerk von RBCF, das an Intensität das Debüt sogar übertrifft.

Tracklisting

  1. The Second Of The First
  2. Falling Thunder
  3. She’s There
  4. Beautiful Steven
  5. The Only One
  6. Cars In Space
  7. Cameo
  8. Not Tonight
  9. Sunglasses At The Wedding
  10. The Cool Change

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