Rex Orange County – Pony

In Reviews von Eric

Spätestens, als im vergangenen Jahr sein offizielles Label-Debüt „Apricot Princess“ veröffentlicht wurde, wurde Alex O’Connor alias Rex Orange County zum Liebling der Musikblogs mit seinem Nerd-Charme und seiner Bedroom-Producer-Mischung aus elektronischen und Singer/Songwriter-Elementen. Auf dem Nachfolger „Pony“ klingt nun alles eine Nummer größer, professioneller und die Themen ernster.

„I had a year that nearly sent me off the edge“, gesteht der junge Mann aus Surrey im Eröffnungsstück zu piependen Nintendo-Sounds. Auch sonst gibt sich O’Connor nachdenklich, berichtet von Beziehungsproblemen, Bindungsängsten und falschen Freunden. Also die Dinge, die einen Anfang-20-Jährigen grübeln lassen. Dennoch scheint immer auch Optimismus durch, was zu einem guten Teil an der Instrumentierung liegt. Musikalisch mischt Rex Orange County Versatzstücke verschiedener Stile zu seinem nerdy Popentwurf. R’n’B- und HipHop-Beats treffen auf Soul- und Songwriter-Pianos, Akustikgitarren sowie auf vereinzelte Streicher und Bläser. Dazu singt bzw. sprechsingt er auf etwas täppische Art seine Bekenntnis-Texte.

„Pony“ ist nicht ganz so infektiös wie der Vorgänger und einen klaren Hit sucht man auch vergeblich. Aber dank seines Charmes und seiner Aufrichtigkeit hält Rex Orange County die Hörer*innen auch bei den dünneren Songs bei der Stange.

Tracklisting

  1. 10/10
  2. Always
  3. Laser Lights
  4. Face To Face
  5. Stressed Out
  6. Never Had The Balls
  7. Pluto Projector
  8. Every Way
  9. It Gets Better
  10. It’s Not The Same Anymore

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