Porches – Ricky Music

In Reviews von Eric

In einigen Momenten von „Ricky Music“, dem vierten Album von Aaron Maine alias Porches, fühlt man sich in eine High-School-Komödie von John Hughes versetzt, der dem Teenager-Ringelreien immer Tiefgang mitgeben konnte. Zu „I Wanna Ride“ könnte Molly Ringwald etwa durch den nächtlichen Regen zu ihrem Schwarm laufen, den sie dann bei „Lipstick Song“ endlich küsst. Denn Porches‘ synthiebasierter Dream-Pop hat einen ordentlichen 80s-Retro-Appeal.

„Dieses Album ist eine Beschreibung der Schönheit, der Verwirrung, der Wut, der Freude und der Trauer, die ich während der Zeit [der Entstehung] erlebte. Ich glaube, ich war genauso verloren wie verliebt“, lässt Maine wissen. Womit wir wieder bei den Zutaten sind, die einen guten Teenie-Film ausmachen. Musikalisch spielt Porches mit komprimierten Drumpatterns, modularen Synthies, federnden Beats, springenden Bassläufen und vielfältigem Percussiongeklimper, wozu auch sein Gesang passt, der durch Studio-Manipulation eine Extra-Wolkigkeit erhält (mit der er es leider manchmal übertreibt). Seine Gäste – u.a. steuern Mitski und Dev Hynes Background-Gesang bei – nehmen einen zusätzlich in den Arm.

Wie schon beim Vorgänger „The House“ ist auch „Ricky Music“ wie ein gestatteter Blick in Porches‘ Tagebuch, intim und emotional berührend. Eben wie bei John Hughes.

Tracklisting

  1. Patience
  2. Do U Wanna
  3. Lipstick Song
  4. PFB
  5. I Wanna Ride
  6. Madonna
  7. I Can’t Even Think
  8. Hair
  9. Fuck_3
  10. Wrote Some Songs
  11. Rangerover

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