Tom Allan & The Strangest – Little Did They Know

In Reviews von Wolf

In der neueren Rockgeschichte kennen sie sich aus. Das beweisen Tom Allen & The Strangest mit ihrer neuen Platte. Nahezu jeder der 14 Songs erinnert an eine bekannte Band der letzten 50 Jahre, und wenn das mal nicht der Fall ist offenbahrt das wahrscheinlich nur eine Wissenslücke bei den Hörer*innen. Friska Viljor, Beatsteaks, Libertines, Muse, Oasis, Blur, Velvet Underground, Arctic Monkeys – alle sind sie dabei.

Komischerweise klingt nichts davon nach Abklatsch. Jeder Song ist ein absolutes Unikat, bei dem eine angenehme Portion Hommage mitschwingt, ohne sich selbst zu vergessen. Reiner Zufall ist das nicht, denn die beiden (The Strangest ist nämlich keine Band, sondern der Mexikaner Evan Beltran) haben sich auf die Fahne geschrieben, authentischen, kompromisslosen Rock mit Attitüde zurück in das verwässerte Musikbusiness zu bringen. Das klingt sehr klischeehaft, passt in diesem Fall aber wirklich wie die Gitarre an den Verstärker. Das, in dem auf Vintage-Aufnahmen spezialisierten Clouds Hill Studio aufgenommene, Album überträgt die Live-Energie der Songs eins zu eins in die heimischen HiFi-Boxen. Hier ist nichts glattgebügelt oder angepasst, alles strömt direkt und ungefiltert auf Einen ein. Ihr Ziel, einen ehrlichen rohen Sound zu produzieren, haben sie damit auf jeden Fall erreicht.

Im Gegensatz zum Albumtitel haben Tom Allen & The Strangest durchaus Ahnung von dem, was sie tun.

Tracklisting

  1. Over & Over
  2. Great Divide
  3. So High
  4. We Come Running
  5. Gommi’s Just About
  6. What Is Wrog With You
  7. Set Yourself Free
  8. Aroudn This Town
  9. Femme Fatale
  10. Lost Myself Again
  11. Coming Out To Play
  12. Beautiful Lies
  13. Death Is Not The End
  14. Far Far Far

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