Pip Blom – Boat

In Reviews von Eric

Dass der Indie-Sound der 1990er in seinen verschiedenen Ausprägungen bei Newcomer-Bands schwer angesagt ist, dürfte inzwischen bekannt sein. Auch die Holländer*innen Pip Blom – benannt nach ihrer Frontfrau – gehen in diese Richtung. Grunge-light-Gitarren, Post-Punk-Percussion, abseitigere BritPop-Melodien, rasselnde Riffs und fuzzy Hooks verbinden sich zu einem launischen Debütalbum, das von Überschwang bis Verdrießlichkeit alles kennt.

„Daddy Issues“ borgt sich Breeders-Gitarren und trimmt sie auf supereingängig, „Don’t Make It Difficult“ erinnert mit seiner leiernden Melodie an das selbstbetitelte Blur-Album. Das ruhigere „Bedhead“ evoziert den Retro-Songwriter-Indie von Snail Mail. An der klappernden Gitarren-Melodie von „Ruby“ hätte sicher auch Evan Dando seine Freude, „Aha“ am Ende dekliniert das Laut-Leise-Schema durch.

„Boat“ bietet mit „Daddy Issues“ und „Bedhead“ zwei herausragende Songs, wird aber den Eindruck eines imaginären Samplers namens „Best-Of-90ies-Indie“ nicht ganz los. Aber auch dank des charmanten Gesangs von Frontfrau Pip Blom kann man die Band eigentlich nur mögen.

Tracklisting

  1. Daddy Issues
  2. Don’t Make It Difficult
  3. Say It
  4. Tired
  5. Bedhead
  6. Tinfoil
  7. Ruby
  8. Set Of Stairs
  9. Sorry
  10. Aha

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