Mighty Oaks – All Things Go

In Reviews von Eric

Die Mighty Oaks machen auf LP Nummer drei genau dort weiter, wo sie vor drei Jahren bei ihrem letzten Album aufgehört haben. Sprich: sie machen radiofreundlichen Folkpop, der für stressgeplagte Großstädter*innen ein bisschen Lagerfeuer-Stimmung erzeugt.

Vor rund zehn Jahren lernten sich Ian Hooper, Craig Saunders und Claudio Donzelli in einem Berliner Wohnzimmer kennen – zu einer Zeit also, als der Neo-Folk von Mumford & Sons gerade schwer angesagt war. Da diese inzwischen auf Stadion-Gitarren-Rock setzen, sind die Mighty Oaks so etwas wie die rechtmäßigen Erben des Sounds. Zu den naturburschigen Akustikgitarren des Trios gesellen sich ein Background-Chor oder ein pathetisches Piano, die dick auftragende Produktion ergänzt das Schlagzeug öfter mit einem elektronisch erzeugten Bassschlag. Bei den hymnischen Refrains zuckt die Hand automatisch zur Hosentasche, um das Feuerzeug rauszuholen und es in der Luft zu schwenken.

„All Things Go“ lässt sich angenehm nebenbei hören und hat genug Passagen, um ein wenig mitzusummen. Aber insgesamt ist dieser Radio-Folkpop mit viel leeren Kalorien aufgepumpt.

Tracklisting

  1. All Things Go
  2. I Need You Now
  3. Tell Me What You’re Thinking
  4. Forget Tomorrow
  5. Lost Again
  6. Aileen
  7. What You Got
  8. Crazy
  9. Fly To You
  10. Light The World On Fire
  11. Kids

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