Nada Surf – Never Not Together

In Reviews von Wolf

Nada Surf: eine Band, die sich um die Jahrtausendwende vom College-Rock abgewendet hat, um aus dem 90er-Jahre-BritPop das Fundament des 00er-Indie zu bauen; um dann von ihren Trittbrettfahrern von Death Cab For Cutie abgehängt zu werden. Da kann man sich in einer Zeit, in der Indiepartys von der Jugend als eine Art Oldieparty gesehen werden, schon fragen: Brauchen wir die noch?

Tatsächlich könnte man beim Hören der neuen Platte erst mal denken: nein. Die Songs schwingen in gewohnt schunkeliger Manier vor sich hin und bergen keine Überraschungen. Aber spätestens bei „Something I Should Do“, mit Spoken-Word-Einlage, ist sie wieder zurück: die Energie und der Enthusiasmus der alten Indie-Zeit. Das wunderbar aufgebaute „Mathilda“ und „Ride In The Unknown“ setzen weitere Akzente. Nicht zuletzt die gerade erfolgte Rückkehr der Lightning Seeds, die in ihrer naiven Leichtigkeit durchaus Parallelen zu Nada Surf aufweisen und in England eine gefeierte, ausverkaufte Tour spielen, beweist, dass gute, handgemachte Popmusik nie aus der Zeit fällt.

Eine Platte, bei der man sich darauf freut, sie auf der nächsten sommerlichen Fahrt zum Festival zu hören.

Tracklisting

  1. So Much Love
  2. Come Get Me
  3. Live Learn And Forget
  4. Just Wait
  5. Something I Should Do
  6. Looking For You
  7. Crowded Star
  8. Mathilda
  9. Ride In The Unknown

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