Maggie Rogers – Notes From The Archive: Recordings 2011-2016

In Reviews von Eric

Mit ihrer neuen Veröffentlichung lässt Maggie Rogers die Zeit vor ihrem Durchbruch 2016 mit dem Hit „Alaska“ musikalisch Revue passieren. Die 16 „Notes From The Archive“ umfassen sowohl neu gemasterte Versionen früher Songs als auch sechs bislang unveröffentlichte Stücke.

Im Gegensatz zu ihrem Major-Debütalbum „Heard It In A Past Life“, das offensiv poppig war und auch entsprechend radiotauglich produziert wurde, klingen die hier versammelten Lieder roher und unmittelbarer, teilweise LoFi wie Demo-Aufnahmen. Es wird die Herkunft der Amerikanerin aus der alternativen Songwriter-Schule deutlich, wenn gerade bei den ersten Songs eine Gitarre klar im Mittelpunkt der Instrumentierung steht, begleitet nur von Bass und Schlagzeug. „Celadon & Gold“ und „Steady Now“ beispielsweise kann man sich gut im Programm von College-Radio-Sendern vorstellen. Obwohl teilweise generisch „Indie“, entwickelt Rogers‘ mädchenhaft-hypnotisierende Stimme gerade hier eine besondere Anziehungskraft, da sie ohne viel Lametta ihre Geschichten erzählt.

Ab dem zweiten Drittel tritt ein Folk-Einschlag deutlich zu Tage und die Instrumentierung wird vielfältiger, wenn etwa bei „Resonant Body“, „James“ und weiteren Stücken ein Banjo, bei „Symmetry“ ein Piano oder bei „Wolves“ Streicher hinzukommen. Auch Songwriting bzw. -aufbau scheinen sich mehr an Konventionen zu orientieren.

„Notes From The Archive“ lässt die Hörer*innen an der musikalischen Evolution einer Künstlerin teilhaben. Natürlicherweise ist dabei nicht jeder Song ein großer Wurf, doch Maggie Rogers‘ großes Talent leuchtet unbestreitbar, gerade in den reduzierten Stücken.

Tracklisting

  1. Celadon & Gold
  2. Together
  3. Steady Now
  4. One More Afternoon
  5. Blood Ballet
  6. Resonant Body
  7. Symmetry
  8. Little Joys
  9. On The Page
  10. James
  11. (Does It Feel Slow?)
  12. New Song
  13. Anybody
  14. Kids Like Us
  15. Wolves
  16. Satellite

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