Little Dragon – New Me, Same Us

In Reviews von Eric

Hoppla, der Titel von Little Dragons neuem Album klingt ja wie eine Trennungsankündigung! Sorry Darling, ich habe mich so verändert, da passt das mit uns nicht mehr… „Time has changed us so in every way“, singt auch Frontfrau Yukimi Nagano im Eröffnungsstück „Hold On“. Doch auf wen auch immer sich diese Split-Andeutungen beziehen, es ist nicht die Band selbst, die seit Schulzeiten im heimischen Göteborg besteht. Für Nagano ist das neue Werk sogar „die bisher beste Zusammenarbeit untereinander“.

Drei Jahre nach der letzten LP „Season High“ versucht „New Me, Same Us“ an vielen Stellen die Zurückhaltung und Zügelung des Vorgängers, die manchmal in Lethargie kippte, abzuschütteln. Bei „Hold On“ etwa wird der Beat deutlich in den Vordergrund gemischt, bei „Another Lover“ ist es die treibende Basslinie. „New Fiction“ eröffnet mit japanischem Glockengeklingel und lässt am Ende ein jazziges Klavier durch die lässige Fassade schneiden. „Are You Feeling Sad?“ legt über einen breiten Beat allerlei polyrhythmische Percussion. „Where You Belong“ verführt mit einem tollen R’n’B-Groove gleichzeitig zum Mitnicken und zum Fummeln. Nur beim längsten Song „Stay Right Here“ verfranzen sich die Schweden etwas.

Little Dragon loten auch auf ihrem sechsten Album die Möglichkeiten zwischen alternativem Pop und R’n’B sowie Electronica aus und bieten dabei sowohl für den präkoitalen Balztanz als auch für den koitalen Akt selbst genug abwechslungsreiche Grooves.

Tracklisting

  1. Hold On
  2. Rush
  3. Another Lover
  4. Kids
  5. Every Rain
  6. New Fiction
  7. Sadness
  8. Are You Feeling Sad?
  9. Where You Belong
  10. Stay Right Here
  11. Water

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