Lea Porcelain – Love Is Not An Empire

In Reviews von Eric

Mit ihrem Debütalbum „Hymns To The Night“ schufen Lea Porcelain genau diese – dunkle, atmosphärisch dichte Post-Punk-Songs, zu denen man sich schwarz kleiden und mit Kajal beschmieren wollte.

Die Nachfolge-EP „Love Is Not An Empire“ von Markus Nikolaus und Julien Bracht ist wieder in der Nacht angesiedelt, gibt sich aber zarter und verspielter. Der Bass und die Synthesizer grollen nicht mehr so düster bzw. werden ganz weggelassen. Am nächsten dran am alten Joy-Division-und-ihre-Epigonen-Sound sind noch „Clock Of Time“ und „Till The End“, obwohl bei letzterem am Anfang noch eine Akustikgitarre einleitet. Überhaupt haben es akustische Saiteninstrumente dem Duo auf der EP angetan. Der Titeltrack wird von einer Westerngitarre dominiert, zu der Nikolaus von der unausweichlichen Vergänglichkeit der Liebe kündet. „I Am OK“ wird von einer Ukulele eröffnet, zu der sich dann Drums, Synthies und angedeutete Bläser gesellen, in „Smile In The Air“ konkurrieren eine akustische und eine E-Gitarre um die Führung. Der Song ähnelt in der Stimmung der sonnengebleichten Retro-Fuzz-Psychedelia der Allah-Las.

Ihre neue, verspielte Seite steht Lea Porcelain ausgesprochen gut. Und funktioniert auch live hervorragend, wie sie beim EP-Release-Konzert an Funkhaus und Spree bewiesen.

Tracklisting

  1. Love Is Not An Empire
  2. I Am Ok
  3. Smile In The Air
  4. Clock Of Time
  5. Till The End

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