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Release-Datum: 04.09.26
Label: Sony Music
Format: Album
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Kasabian wollen zurück zu ihren Wurzeln. „Act III“, das neunte Studioalbum der Band aus Leicester und zugleich das dritte seit der Trennung von Sänger Tom Meighan, setzt wieder stärker auf Gitarren. Kreativkopf Serge Pizzorno wollte nach den elektronischeren Ausflügen der vergangenen Jahre zurück zum Sound, der Kasabian einst groß gemacht hat.
Tatsächlich besitzt „Act III“ wieder einiges von jenem wuchtigen Kasabian-Gefühl: treibende Rhythmen, fette Bässe, Gitarren natürlich und Refrains, die weniger für den Kopfhörer als für eine Festivalbühne geschrieben zu sein scheinen – „Hippie Sunshine“ und „Great Pretender“ geben die Richtung vor. Vor allem letzterer verbindet Gitarren und elektronische Elemente zu einem Sound, der unmittelbar nach Kasabian klingt.
Dennoch stellt sich beim Hören ein leicht schaler Geschmack ein, da die Rückkehr zur Gitarrenorientierung nicht zwangsläufig mit einer Rückkehr zu starken Songs einhergeht. Die Stücke haben durchaus Energie, aber vergleichsweise wenig Dramaturgie. Vocoder-Effekte, Phaser, bratzende Gitarren und stampfende Beats gehören seit Langem zum Werkzeugkasten der Band. Was früher eigenwillig und aufregend wirkte, droht hier öfter zum stilistischen Pflichtprogramm zu werden, der Grat zum Selbstzitat ist schmal.
„Act III“ ist kein Absturz, aber auch kein Befreiungsschlag. Kasabian können weiterhin große Sounds bauen, einen Beat so setzen, dass man unwillkürlich mit dem Fuß wippt. Und sie wissen nach wie vor, wie man einen Song für eine große Bühne konstruiert. Was ihnen zunehmend fehlt, ist der Moment, in dem aus all diesen Einzelteilen etwas entsteht, das man nicht nur hört, sondern behalten möchte.
Tracklisting
- Quiet On Set Please
- Soulmate
- Hippie Sunshine
- Superpowers
- Great Pretender
- Nothing Better Than This
- Mind Palace
- Silver Apple Keys
- The Guru And The Crypto Time Machine
- NPC
- Glide
- Hyper//Rising
- Say You (Closer)
