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Release-Datum: 28.08.26
Label: Mexican Summer
Format: Album
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Seit ihrer Gründung 2008 kultivieren die Allah-Las einen Sound, der eher über Licht, Raum und Bewegung funktioniert als über dramatische Zuspitzung: Surf-Gitarren, Garage-Psych, Westcoast-Lässigkeit, ein Hauch von Folk-Pop und immer dieses Gefühl, als entstünde die Musik irgendwo zwischen Retro-Plattenladen, Küstenstraße und flirrender Wüste. Mit „Sirenas“, ihrem sechsten Studioalbum, verschiebt das Quartett aus Los Angeles diese Ästhetik konsequent ins Instrumentale.
Dabei wirkt die Platte nicht wie eine Sammlung entkernter Popsongs, sondern wie Musik, die von Beginn an ohne Sprache gedacht wurde. Die zehn Stücke entstanden aus offenen Jam-Sessions und Improvisation; statt den schnellsten Weg zum Refrain zu suchen, wählen die Allah-Las den interessanten Umweg.
Musikalisch erweitert die Platte den vertrauten Psych-Surf-Kern um Krautrock-Motorik, Ambient-Flächen, discoide Grooves, dubartige Rhythmik und New-Age-Schimmer. „Snakes of Hydra“ schiebt sich mit lockerem Disco-Puls voran, „Vini da Gama“ setzt auf drahtige Gitarrenmuster, „Ultramarine“ auf synthetische Wellenbewegungen.
Die gewohnten Vokalharmonien und kompakten Garage-Pop-Miniaturen der Allah-Las kann man sicher vermissen. Dennoch ist „Sirenas“ kein Bruch, sondern eine Fortschreibung: ein farbiges, neugieriges und angenehm unaufgeregtes Instrumentalalbum.
Tracklisting
- Pasiphaé
- Pt. Conception
- Snakes Of Hydra
- Vini da Gama
- Abre Caminos
- Muzzy
- Ultramarine
- Caldera II
- Sirenas
- Thrill Of The Bill
