Hayden Thorpe – Moondust For My Diamond

In Reviews von Eric

Hayden Thorpe dreht auf seinem zweiten Soloalbum die großen thematischen Räder, wie er selbst aufzählt: „The meeting point between science and religion, the grand struggle for reality that shapes so much of our time.“ Man solle „Moondust For My Diamond“ zuallererst spüren, führt der Ex-Wild-Beasts-Sänger weiter aus, und nennt es „body music“.

Der Engländer spielt Gospels für das Internetzeitalter, die sicherlich esoterisch angehaucht sind, deren Klang einen allerdings auch als nicht-spiritueller Mensch nach und nach einfängt. Im Gegensatz zum Piano-dominierten Vorgänger „Diviner“ entwarf Thorpe diesmal seine Songs um eine Bariton-Gitarre herum, die sich hervorragend mit seinem markanten, dunklen Falsett-Gesang ergänzt. Dazu kommen modulare Synthesizer und innovative Schlagzeug-Rhythmen. So grooven die Songs auf eine nerdige Art und dürfen manchmal auch ein bisschen lauter werden. Sie alle scheinen dabei um den Nukleus der LP namens „Metafeeling“ zu kreisen, in dem die Gitarre besonders gut zur Geltung kommt und von Bläsern unterstützt wird.

„Moondust For My Diamond“ erschließt sich vielleicht nicht sofort, eröffnet dann aber ein besonderes Klangprisma – wie der Blick durch einen Diamanten.

Tracklisting

  1. Material World
  2. The Universe Is Always Right
  3. No Such Thing
  4. Parallel Kingdom
  5. Golden Ratio
  6. Metafeeling
  7. Supersensual
  8. Hotel November Tango
  9. Rational Heartache
  10. Spherical Time II
  11. Suspended Animation
  12. Runaway World