Filthy Friends – Emerald Valley

In Reviews von Eric

In der Band Filthy Friends finden sich gestandene Musiker*innen zusammen, um ihre gemeinsame Version von Rockmusik umzusetzen. Das kann man je nach Gusto altbacken oder angenehm altmodisch finden, der Qualität der Protagonist*innen kann man sich jedoch nur schwerlich entziehen.

Auch auf dem zweiten Album (Nachfolger des Debüts „Invitation“) des Quintetts sind Corin Tucker (Sleater-Kinney), Peter Buck (R.E.M.), Kurt Bloch und Scott McCaughey (beide The Minus 5) wieder dabei. Neu am Schlagzeug ist Linda Pitmon (Steve Wynn & The Miracle 3).
Der Titel „Emerald Valley“ bezieht sich auf Tuckers Heimatstadt Eugene, Oregon, das in den Songtexten als beispielhafter Ort dafür steht, wie schlimm es um die politische und gesellschaftliche Situation in den USA bestellt ist. Die desillusionierten Texte werden von Tucker mit ausdrucksstarker Stimme vorgetragen und erhalten dadurch Dringlichkeit. Der Rest der Band spielt dazu eine Melange amerikanischer Rocksounds, von College-Rock über Country- und Blues-Rock sowie einer Portion Punk. Das ist dann mal kräftig und düster (der Titeltrack), treibend inklusive sägender Gitarre („November Man“), rumpelig-melodisch wie bei den frühen R.E.M. („Only Lovers Are Broken“) oder auch mal ruhig („One Flew East“, „Hey Lacey“).

Filthy Friends erfinden den Rock sicher nicht neu, haben aber genug Erfahrung, Attitüde und Inhalte, um ein interessantes Album zu erschaffen.

Tracklisting

  1. Emerald Valley
  2. Pipeline
  3. November Man
  4. Only Lovers Are Broken
  5. Angels
  6. The Elliott
  7. One Flew East
  8. Break Me
  9. Last Chance County
  10. Hey Lacey

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