Oh Land – Family Tree

In Reviews von Eric

Wie der Titel unschwer erkennen lässt, dreht sich das neue Album von Nanna Øland Fabricius alias Oh Land um ihre familiären und privaten Verwicklungen der letzten Zeit. Nach der Geburt ihres Kindes und einer Trennungs- und Scheidungsphase ist die gebürtige Kopenhagenerin nach einem Jahrzehnt in New York City nach Dänemark zurückgekehrt, um für ihr neues Werk noch einmal bei null zu beginnen. „All die Songs, an denen ich damals gerade arbeitete, waren plötzlich so unwichtig im Vergleich. Also warf ich alle existierenden Ansätze und Aufnahmen über den Haufen und begann bei genau dem Gefühl der Unsicherheit, das meine Situation dominierte“, erklärt die Musikerin.

Auf „Family Tree“ ist wenig geblieben von den fröhlichen bis clubbigen Synthie-Sounds, die man von Oh Land bisher kannte. Vielmehr fühlt sich die LP wie ein Singer/Songwriter-Werk an, das Klavier ist das dominierende Instrument. Zusammen mit Thomas Bartlett (u.a. St. Vincent, Florence + The Machine) entwarf die Dänin ein modernes Produktionsumfeld für die Stücke, das auf elektronische Soundeffekte nicht verzichtet. Dennoch bilden organische Klänge das Herzstück, neben bereits erwähntem Klavier sind das vor allem Schlagzeug und Orchester-Parts. Dadurch entsteht ein warmes, introspektives Album, das leider an der Gleichförmigkeit seiner Songs und einem Schuss Pathos zu viel krankt.

Tracklisting

  1. Family Tree
  2. Human Error
  3. Kiss In Songs
  4. Brief Moment
  5. Make My Trouble Beautiful
  6. Coma
  7. Salt
  8. Sunlight
  9. Speak To Me With Love
  10. Someone I Can Be Alone With
  11. Open
  12. After The Storm

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