Bob Moses – Battle Lines

In Reviews von Eric

Mit dem housigen Elektropop seines Debütalbums schaffte das kanadische Duo Bob Moses spielerisch die so schwierige Balance zwischen Deepness, Pop-Appeal und Dancefloor-Tauglichkeit (zumindest für die After Hour, wenn etwas geringere bpm-Zahlen gefragt sind). Und holte dabei Clubbesucher wie Indie-Heads gleichermaßen ab.

Drei Jahre später, beim Nachfolger „Battle Lines“, ändern Tom Howie und Jimmy Vallance wenig bis nichts an ihrer Erfolgsformel, die dem Duo sogar eine Grammy-Nominierung einbrachte. Punktgenaue Beats, ineinandergreifende Gitarren-Licks, atmosphärische Melodien und souliger Gesang sind die Basis des dichten Sound-Gewebes von Bob Moses, das in gewissen Grenzen variiert wird. Bei „Heaven Only Knows“ mit einem Piano-Intro, beim Titeltrack und „The Only Thing We Know“ mit rockigen Gitarrensoli, oder mit einem Beat-Verzicht bei „Fallen From Your Arms“. Als Ausfall muss man das schmalzige „Nothing But You“ nennen, das zu sehr an der Cheesiness von Hurts orientiert. Zudem bleibt die Stimmung, die man als Dancefloor-Melancholie bezeichnen könnte, auf Albumlänge immer gleich.

„Battle Lines“ ist nicht so durchgängig hochklassig und auch weniger abwechslungsreich als der Erstling, aber die wohligen Grooves und warmen Sounds von Bob Moses wirken nach wie vor verführerisch.

Tracklisting

  1. Heaven Only Knows
  2. Battle Lines
  3. Back Down
  4. Eye For An Eye
  5. The Only Thing We Know
  6. Nothing But You
  7. Enough To Believe
  8. Listen To Me
  9. Selling Me Sympathy
  10. Don’t Hold Back
  11. Fallen From Your Arms

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