Blossoms – Foolish Loving Spaces

In Reviews von Eric

Der Preis für den besten Liebesliedtitel geht dieses Jahr, da lege ich mich fest, an Blossoms: „Romance, eh?“ Super, oder? Überhaupt ist die Liebe in all ihren Facetten das Thema ihres dritten Albums „Fooling Loving Spaces“. Oder wie die englische Band selbst sagt: „Es ist eine reine Feier der Liebe in all ihren prächtigen und rätselhaften Gestalten.“

Was sich auf dem Vorgänger „Cool Like You“ anbahnte, ist nun vollendet – der vom Debüt (wir erinnern uns an den Hit „Charlemagne“) Mix aus Indierock und Synthiepop ist nun reiner Pop. Wo am Anfang Vergleiche zu Oasis und The Verve gezogen wurden, treffen es nun Harry Styles und Bay City Rollers am besten. Wie Erstgenannter hat sich das Quintett ebenfalls den passenden 70s-Boyband-Look zugelegt.

„If You Think This Is Real Life“ eröffnet mit catchy Synthesizer-Riffs, die man auch im ZDF-Fernsehgarten mitklatschen könnte, aber gleichzeitig an Paul Simons „Graceland“ erinnern. „The Keeper“ verbindet ein stampfendes Klavier und Gospel-Begleitgesang, bei „My Swimming Brain“ geben sich die Männer aus Stockport als Disco-Version von Tame Impala. Das bereits angesprochene „Romance, eh?“ ist die positivst mögliche Version von Hippie-Folk, „Like Gravity“ schlägt in die gleiche Electro-Rock-Kerbe wie die Strokes auf ihren späten Alben. Und durch all das führt Frontmann Tom Ogden als Master of Love mit samtiger Stimme.

Der Stadion-Pop von Blossoms ist süßlich, aufgepumpt, eingängig – und macht ziemlich viel Spaß.

Tracklisting

  1. If You Think This Is Real Life
  2. Your Girlfriend
  3. The Keeper
  4. My Swimming Brain
  5. Sunday Was A Friend Of Mine
  6. Oh No (I Think I’m In Love)
  7. Romance, Eh?
  8. My Vacant Days
  9. Falling For Someone
  10. Like Gravity

Leave a Comment