Big Thief – Capacity

In Reviews von Eric

Mit ihrem Debütalbum haben Big Thief vergangenes Jahr ihr Meisterwerk vorgelegt – jedenfalls vom Namen her. „Masterpiece“ bot angenehm schrammeligen Indierock, der sich wenig um aktuelle Moden kümmerte und sich lieber auf gutes Songwriting konzentrierte.

Bereits ein Jahr später liegt nun der Nachfolger „Capacity“ vor. Introspektiver als der Nachfolger, dreht sich das Album um die komplizierten Fragen von (weiblicher) Identität. Frontfrau Adrienne Lenker erzählt von Protagonistinnen, die an ihren Kämpfen wachsen und am Ende im Reinen mit ihren Narben sind. Zu den Geschichten passt ihre raue, raumgreifende Stimme, die sich zwischen Sharon Van Etten und Land Of Talks Elizabeth Powell mit ein paar blauen Flecken und einem vollen Aschenbecher einrichtet. Die vom Debüt bekannten, schrammelig-melodiösen Country- und Bluesriffs werden nun öfter von einer nachdenklichen Akustikgitarre abgelöst. „Es gibt dunklere Dunkelheit und helleres Licht auf dem Album“, erklärt Lenker. Ob dunkel oder hell – Big Thiefs Songs hallen nach.

Tracklisting

  1. Pretty Things
  2. Shark Smile
  3. Capacity
  4. Watering
  5. Coma
  6. Great White Shark
  7. Mythological Beauty
  8. Objects
  9. Haley
  10. Mary
  11. Black Diamonds

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