Lola Marsh – Remember Roses

In Reviews von Eric

Musik aus Israel findet eher selten ihren Weg nach Mitteleuropa. Umso schöner, dass es im Fall von Lola Marsh geklappt hat. Das Tel Aviver Duo spielt auf seinem Debütalbum „Remember Roses“ folky Indiepop, der sofort eine Verbindung zum Hörer herstellt. Bittersüße Melodien, die von Multiinstrumentalist Gil Landau mal opulent, mal reduziert inszeniert werden, treffen auf die einnehmende Stimme Yael Shoshana Cohens, die man sich wie die Kreuzung der Organe von Alison Mosshart und Regina Spektor vorstellen muss. Den Instanthit haben die Beiden mit „Wishing Girl“ auch im Gepäck, der die Haltbarkeit des Folkpop-Revivals noch um einen Sommer verlängert und mit einer lässig gepfiffenen Melodielinie aufwartet – schon bei „Young Folks“ und „Home“ hat das ja gut funktioniert.

Glücklicherweise brechen Lola Marsh zu viele aufkommende Feel-Good-Vibes mit ein paar melancholischen Stücken wie der emotionalen Familienerinnerung „Remember Roses“, dem elaborierten Orchesterpop „She’s A Rainbow“ oder dem treibenden Spaghetti-Western-Stück „Sirens“. Die mainstreamige Produktion des Albums hobelt zwar einige Kanten zu viel ab, kann aber dem Talent von Lola Marsh nicht viel anhaben.

Tracklisting

  1. You’re Mine
  2. Remember Roses
  3. Wishing Girl
  4. She’s A Rainbow
  5. Bluebird
  6. The Wind
  7. Sirens
  8. Stranger
  9. Sirens (Interlude)
  10. Morning Bells
  11. Hometown
  12. In Good Times
  13. Le Sud

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