All We Are – Providence

In Reviews von Eric

Die Liverpooler Band All We Are ist alles andere als auf einen Stil festgelegt. Während das Debütalbum in Dreampop schwelgte, gab sich der Nachfolger düster post-punkig. Auf LP Nummer drei schlägt das Trio erneut einen Haken und spielt sonnigen, fröhlichen Indiepop. „Der Schwerpunkt der Platte war, die positiven Dinge zu feiern“, verrät Schlagzeuger Ryan O’Flynn. Ziel sei es gewesen, den Leuten Freude angesichts von Kummer und Leid zu bringen.

Für die Aufnahmen von „Providence“ verwandelte die irisch-norwegisch-brasilianische Combo ihr Studio in einen sommerlichen Partyraum, mit alten Reisebüro-Postern und einem Surfbrett in der Ecke, zudem schauten immer wieder Freunde vorbei, die dann gleich den Background-Chor geben durften. Das musikalische Ergebnis transportiert diesen Vibe mit farbenfrohen Hooks, funky Basslinien und elektrischen Rhythmen bestens. Als Referenzen kommen Parcels, Tom Misch und Friendly Fires in den Sinn.

Besondere Erwähnung verdienen sich „Not Your Man“ mit seiner unwiderstehlichen Verbindung zwischen einem hibbeligen Basslauf und einer Mariachi-Trompete, der coole Cruising-Song „L Is For Lose“ sowie der Tanzflächen-Kuschler „How You Get Me“. Aber „Providence“ ist in seinem Feelgood-Modus als gesamtes Album gelungen, ohne dabei seicht zu sein. All We Are ist der Stilwechsel ein weiteres Mal gelungen.

Tracklisting

  1. Providence
  2. Heart Of Mine
  3. Not Your Man
  4. L Is for Lose
  5. Beauty In Loss
  6. When You Cry
  7. How You Get Me
  8. Elegy
  9. Bad Advice
  10. Deliver It