Adam Green – Engine Of Paradise

In Reviews von Eric

Vor rund 15 Jahren war ganz Indiehausen Adam Greens merkwürdigen Geschichten, seinem eingängig-holprigen Antifolk und seiner sonoren Schlafzimmerstimme verfallen. Inzwischen fliegen die meisten Herzen anderen zu, woran der New Yorker dank mittelmäßiger Alben und schrecklicher Filme (als Regisseur) einen guten Anteil hat.

Dass Green sein musikalisches Mojo nicht verloren hat, zeigte er 2013 auf seinem Album zusammen mit Binki Shapiro in ihrer gemeinsamen Lee Hazlewood/Nancy Sinatra-Hommage. Es ließ für das neue Werk des Amerikaners hoffen. Und auch wenn „Engine Of Paradise“ nicht die Güte seines Opus Magnum „Friends Of Mine“ erreicht, lässt sich doch das ungefähre Halten des Niveaus der Shapiro-Kooperation konstatieren.

Die Musik – orientiert am klassischen US-Songwriter-Sound der 60er und 70er Jahre und um orchestrale Streicher erweitert – klingt klar und direkt. Die Texte sind wie immer surreal bis eigenartig, wirken aber dank Greens warmer Stimme und Vortrag dennoch liebevoll. Features mit James Richardson (MGMT), Florence Welch (Florence + The Machine) und Jonathan Rado (Foxygen) sollen auch auf der LP sein, sind aber nur teilweise identifizierbar. Für diesen Twist wie für das gesamte Album gilt: It’s so Adam Green!

Tracklisting

  1. Engine of Paradise
  2. Gather Round
  3. Freeze My Love
  4. Wines and Champagnes
  5. Escape From This Brain
  6. Cheating on a Stranger
  7. Let’s Get Moving
  8. Rather Have No Thing
  9. Reasonable Man

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