Yak – Pursuit Of Momentary Happiness

In Reviews von Eric

Für das neue Yak-Album ging Matermind Oli Burslem durch die Hölle. Manisch getrieben von der Suche nach dem perfekten Album für das englische Trio, scheitert Burslem mehrere Male. Erst endet seine Suche nach Inspiration in Japan im Suff, Aufnahme-Sessions mit Kevin Parker (Tame Impala) gehen in die Binsen, völlig blank muss er zurück in England in seinem Auto wohnen. Aus der Scheiße half ihm schließlich eine zufällige Begegnung mit Jason Pierce von Spiritualized, der Yak schließlich einen Plattenvertrag besorgte.

Kennt man diese Hintergrundgeschichte, klingen die Songs auf „Pursuit Of Momentary Happiness“ noch emotionaler und leidenschaftlicher bzw. leidender als ohnehin schon. Der seelenverzehrende tägliche Kampf des Hier und Jetzt wird fast schmerzhaft fühlbar – emotional wie körperlich. Yak ist ein Rock-Album gelungen, das den bluesigen Dreck und die brachiale Euphorie der frühen Black Keys sowie die hymnische Ambition und die exzentrische Perfektion von Alex Turner in sich vereint. Manchmal kippen die Songs zwar in den Retro-Garage-Rock von Anfang der 00er Jahre, doch die gravitätischen, reduzierten Hymnen wie „Words Fail Me“, „Layin‘ It On The Line“ oder „This House Has No Living Room“ gleichen das bei weitem wieder aus.

Nachtrag: eine feste eigene Bleibe hat Oli Burslem immer noch nicht.

Tracklisting

  1. Bellyache
  2. Fried
  3. Pursuit Of Momentary Happiness
  4. Words Fail Me
  5. Blinded By The Lies
  6. Interlude
  7. White Male Carnivore
  8. Pay Off vs. The Struggle
  9. Encore
  10. Layin‘ It On The Line
  11. This House Has No Living Room

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