Wild Beasts – Last Night All My Dreams Came True

In Reviews von Eric

Nach Villagers und Julia Holter haben nun auch Wild Beasts ein live eingespieltes Album für ihr Heimatlabel Domino aufgenommen. Gleichzeitig sind die Aufnahmen, die innerhalb von zwei Tagen in den Londoner RAK-Studios entstanden, auch der Abschiedsgruß des Quartetts, das im vergangenen September seine bevorstehende Auflösung bekanntgab.

„Last Night All My Dreams Came True“ umfasst Songs von allen Alben der Engländer und zeigt, dass der Musikwelt ein Stück cleverer, genreüberschreitender Indiepop verloren geht, der sich auch mit Themen wie toxischer Männlichkeit, Genderfluidität und gesellschaftlichen Konflikten beschäftigte. Der Fokus liegt auf Stücken ihres letzten (und besten) Albums „Boy King“, vergisst aber auch das Debütalbum nicht, von dem „The Devil’s Crayon“ und „Palace“ zu „The Devil’s Palace“ zusammengefasst werden. Hierbei entfernen sich Wild Beasts am weitesten von den Originalen, ansonsten herrscht mehr Verfeinerung als Neubearbeitung vor. Blue-Eyed-Soul trifft dabei dunkel-funky Rhythmen und wenige, mit Bedacht eingesetzte Gitarren. Noch einmal lassen Wild Beasts ihre mal facettenreich-intensiven, mal psychedelisch-melancholischen Sounds schimmern und zeigen, dass sie wirklich auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft abtreten.

Tracklisting

  1. Wanderlust
  2. Big Cat
  3. A Simple Beautiful Truth
  4. 2BU
  5. Bed Of Nails
  6. Hooting & Howling
  7. This Is Our Lot
  8. He The Colossus
  9. The Devil’s Palace
  10. Alpha Female
  11. Get My Bang
  12. All The King’s Men
  13. Celestial Creatures

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