Weezer – Van Weezer

In Reviews von Eric

Nachdem Frontmann Rivers Cuomo erst sein im Lockdown entstandenes Beach-Boys-Tributalbum einschob, ist es nun – nach rund einem Jahr Verzögerung – da: „Van Weezer“, die Hommage-LP des Quartetts an die Hard-Rock-Helden seiner Jugend. Natürlich inklusive schaurig-schönem Airbrush-Blitze-Cover.

Die Songs ihres 15. Albums klingen unbestreitbar nach Weezer, aber – wie direkt die ersten Sekunden des Openers „The End Of The Game“ klarmachen – mit einer Extraportion Gitarren-Riff-Action. Dabei sind es weniger die wirklich „harten Jungs“, auf die sich die Band aus Los Angeles bezieht, sondern eher die Haar-und-Spandex-Combos aus den 80ern wie Bon Jovi und Aerosmith, aber auch Queen und Van Halen lassen sich heraushören.

Cuomos poppige Melodien werden mit einer Armada an verzerrten Gitarren zugesch…, Verzeihung, „veredelt“, die aber wegen einer ebenso massiven wie radiofreundlichen Produktion nie zu fies oder hart klingen. Mit seinen wummernden Drums und Power-Chords über Power-Chords ist das Ganze schon eine spaßige Angelegenheit, am Ende aber vor allem eine Guilty-Pleasure-Charade. Bezeichnenderweise ist der beste Song von „Van Weezer“ die herzige und völlig rifflose Akustikballade „Precious Metal Girl“.

Tracklisting

  1. The End Of The Game
  2. All The Good Ones
  3. Hero
  4. I Need Some Of That
  5. Beginning Of The End
  6. Blue Dream
  7. 1 More Hit
  8. Sheila Can Do It
  9. She Needs Me
  10. Precious Metal Girl