Wargirl – Wargirl

In Reviews von Eric

Matt Wignall saß schon für Cold War Kids und Mando Diao an den Reglern – was liegt also näher, als selbst eine Band zu gründen? Allerdings: „Die Idee, in einer Band mit vier Typen zu spielen und einer ist der Leadsänger, langweilte mich total“, sagt Wignall. Vielmehr wollte er ein Kollektiv, dass seiner Heimatstadt Long Beach, Kalifornien, gerecht wird. Dass die ethnische Vielfalt und Weltoffenheit genauso wie das Strandfeeling wiederspiegelt.

Mit fünf weiteren, gleichberechtigten Musikerinnen und Musikern hat er dieses Vorhaben als Wargirl umgesetzt. Auf dem selbstbetitelten Debütalbum mischt die Band 70ies-Psych-Funk mit Afrobeat, Reggae, Disco, Garagenrock und Post-Punk. Besonderen Wert wird dabei auf die Rhythmussektion gelegt, mit einer Bassistin und gleich zwei Perkussionisten. Dazu verleiht Sängerin Samantha Parks mit ihrer hypnotischen, kraftvollen Stimme den Songs eine gute Portion Soul. Im Ergebnis klingt das wie eine Mischung aus Hippie-Jam-Session im Laurel Canyon und The Clash, bei der Fela Kuti die Rhythmen vorgibt. Dabei besticht die erste Hälfte des Albums mit groovenden Stücken zum Hüftenwackeln, während die zweite Hälfte eher zum entspannten Rauchen einer „Kräuterzigarette“ einlädt.

Das angestrebte Statement der Diversität gelingt mit Wargirl mit viel Groove und einem angenehmen Retro-Feeling, wenn auch die wirklich herausragenden Songs fehlen.

Tracklisting

  1. Poison
  2. Sass Girl
  3. Mess Around
  4. Voice Of The Mountain
  5. No Difference
  6. Streets
  7. How You Feel
  8. I Know I
  9. Make Believe
  10. Last Time

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