Vague – Land

In Reviews von Eric

„Hundstage“ heißt ein toller österreichischer Film aus dem Jahr 2001, der die Abgründe in der scheinbar heilen Welt einer Wiener Vorstadt an den heißesten Tagen des Jahres schildert. Und obwohl die erste Veröffentlichung von Vague, einem Quintett aus Wien, aus dem Jahr 2015 stammt, wäre die Musik ihres aktuellen, zweiten Albums ein sehr passender Soundtrack für den Film gewesen. Denn ihr verwaschener, leicht träger Gitarrensound, der an die Allah-Las erinnert, untermalt die sommerliche Hitze ausgezeichnet. Und die Abgründe von „Hundstage“ spiegeln sich im bewussten Überschreiten von Genregrenzen und Austesten von Sounds wider. Mal gibt es Arrangements, die auf Jazz oder Bossa Nova rekurrieren, mal sind Saxofonklänge, Drumcomputer oder mit Autotune bearbeitete Gesangsspuren zu hören.

Ein gewisses Abdriften der Hörer*innen ist den Songs immanent und wahrscheinlich auch beabsichtigt. Dass man immer wieder zu „Land“ zurückkehren kann, gleich Anschluss findet und trotzdem Neues hört, ist die Leistung der Band.

Tracklisting

  1. Camry
  2. Hey Johnny
  3. Fleece
  4. Channel
  5. Trains
  6. Crash
  7. Kick It
  8. Fallin‘ in Love
  9. Second to Nothing
  10. Thrilled
  11. Last Night
  12. Maggie
  13. It Won’t Come True
  14. Land

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