The Black Keys – Delta Kream

In Reviews von Eric

Dan Auerbach und Patrick Carney covern auf ihrem zehnten Album elf Mississippi-Blues-Klassiker und machen daraus eine Blues-Rock-LP, die allerdings vom bekannten reduziert-rockig-röhrenden Black-Keys-Stil ein Stück entfernt ist. Man könnte fast behaupten, so entspannt wie auf „Delta Kream“ klang das Duo noch nie.

Für das in nur zwei Tagen aufgenommene Album holten sich Auerbach und Carney eine zweite Gitarre und einen Bass hinzu, gespielt von den beiden Blues-Veteranen Kenny Brown und Eric Deaton, so dass alleine deshalb der Sound anders ist als in der gekannten Gitarre-Schlagzeug-Kombination – ausgedehnter, weitläufiger, auch mit mehr Finesse ausgestattet. Zu psychedelisch oder trippig wird es trotzdem nicht, auch wenn sich die Musiker Zeit für ihre Songs lassen. Sie spüren hier einem Groove nach, lassen dort die Gitarre ein Solo spielen.

The Black Keys folgen auf der Platte ihrem Blues-Herzen und scheren sich weniger um ihren Status als Rockstars. Mit diesem Repertoire könnten sie auch in einer Swamp-Bar im Mississippi-Delta auftreten, während die Einheimischen Bier und Whiskey dazu trinken.

Tracklisting

  1. Crawling Kingsnake
  2. Louise
  3. Poor Boy A Long Way From Home
  4. Stay All Night
  5. Going Down South
  6. Coal Black Mattie
  7. Do The Romp
  8. Sad Days, Lonely Nights
  9. Walk with Me
  10. Mellow Peaches
  11. Come on and Go with Me
  12. Crawling Kingsnake (Edit)