Superorganism – Superorganism

In Reviews von Eric

Superorganism sind eine moderne Künstlerkommune und die Kreativutopie des Internets jenseits von Hasskommentaren und Fake News. Kennengelernt haben sich die acht Mitglieder, die auch verschiedenen Ecken der Welt von Japan bis Neuseeland stammen, in Musikforen im Web. Nach einigem Austausch beschlossen sie, sich auch im echten Leben zusammenzutun und zogen in ein gemeinsames Haus in London, wo schon ein paar Mitglieder beheimatet waren. Dort entstand auch ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das so bunt zusammengewürfelt klingt wie die Bandgeschichte.

„Superorganism“ ist ein in Cut & Paste-Manier zusammengestelltes Weird-Pop-Album in der Tradition der Avalanches. Synthesizer-Sounds werden mit einer Vielzahl an Samples, Slackerrock-Gitarren, EDM-Basslinien, Computerspiel-Gepiepe, luftigen Hooklines und Spoken-Word-Passagen mit fast kindlichem Übermut zusammengemixt und teilweise verfremdet. So entsteht ein Nerd-Kaleidoskop, das vom lakonischen Gesangs-/Sprach-Vortrag der 18-jährigen Orono Noguchi zusammengehalten wird und kleine Hits wie „Everybody Wants To Be Famous“ „Something For Your M.I.N.D“ und „Night Time“ hervorbringt.

Wer aber die bunten, originellen Videos und Live-Shows der Band kennt, wird die visuelle Ebene der Stücke vermissen. Denn vor allem funktioniert Superorganism als audiovisuelles Gesamtkunstwerk.

Tracklisting

  1. It’s All Good
  2. Everybody Wants To Be Famous
  3. Nobody Cares
  4. Reflections On The Screen
  5. Sprorgnsm
  6. Something For Your M.I.N.D.
  7. Nai’s March
  8. The Prawn Song
  9. Relax
  10. Night Time

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