Anna von Hausswolff – Dead Magic

In Reviews von Eric

Sollten Sie leichte Unterhaltung wünschen, dann gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts für Sie zu hören. Mögen Sie aber fordernde Stücke jenseits der 10-Minuten-Grenze, haben eine Schwäche für Orgelklänge und dazu noch eine mystische Ader, dann bleiben Sie bitte hier, bei Anna von Hausswolffs viertem Album „Dead Magic“.

Das Bedrohliche, Übernatürliche, das der LP ihren Namen gibt, beschäftigte die Schwedin schon auf dem Vorgänger „The Miraculous“. Auch jetzt spielt die Künstlerin mit Motiven außerweltlicher Mystik, die Visionen von Zaubern, Dunkelheit und Furcht heraufbeschwören. Das liegt vor allem an von Hausswolffs Orgelklängen, ihrem Markenzeichen, die sie diesmal in der Kopenhagener Marmorkirken einspielte. Dazu gesellen sich abwechselnd Streicherarrangements, Gothic-Folk-Gitarren, schamanische Drums, neblige Synthesizer und ein immer wieder aufwallendes, unbestimmtes Grollen.

Die Schwedin transzendiert mit fünf Songs in 47 Minuten auf dem Album nicht nur klassische Popstrukturen, sondern in seinen glühendsten, hypnotischsten Momenten auch den klanglichen Gegensatz der sakralen Orgel und ihrer heidnisch-mystischen Begleitklänge. Dazu kommt von Hausswolffs ätherischer Gesang zwischen Elfe und Hexenmeisterin.

Ein Album wie ein Gang durch einen nächtlichen skandinavischen Wald, unheimlich und schön zugleich.

Tracklisting

  1. The Truth, The Glow, The Fall
  2. The Mysterious Vanishing of Electra
  3. Ugly and Vengeful
  4. The Marble Eye
  5. Källans återuppståndelse

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