Sue The Night – Wanderland

In Reviews von Eric

In ihrer niederländischen Heimat ist Suus de Groot alias Sue The Night für ihr zweites Album „Wanderland“ schon mit einer hohen Charts-Platzierung dekoriert. Mit etwas Verspätung hat es ihr eklektischer Indiepop nun auch zu uns geschafft – zum Glück. Sue The Night beweist auf ihrem Zweitwerk ein feines Händchen für Melodieführung. Dabei schafft sie es, gekonnt die Waage zwischen Eingängigkeit und einer gewissen Spannung zu halten.

Der Opener gibt sich noch düster-wavig wie The Cure oder die frühen New Order. Danach wird die Musik aber farbenfroher und die Stimmung positiver – wie im treibenden, 80er-angehauchten „The World Below“, das sich an The Police und Fleetwood Mac orientiert. Überhaupt weist de Groots Stimme eine große Ähnlichkeit zu Stevie Nicks auf, ist vielleicht noch einen Tick heller, aber genauso einnehmend. „Melody Remedy“ erinnert in seinem Hang zur großen Geste an Florence + The Machine, „Morning Paper“ stützt sich auf eine schrammelige Graham-Coxon-Gedächtnisgitarre. Der abschließende „Pity Song“ wurde sogar live mit einem 21-köpfigen Orchester eingespielt.

Einzige Schwäche, die man „Wanderland“ vorwerfen kann, ist, dass ein oder zwei herausragende Songs fehlen, die sich offensichtlich zum kleinen (oder großen) Hit eignen. Insgesamt ist es Sue The Night mit ihrem konsistent guten Werk zu gönnen, auch hierzulande Aufmerksamkeit zu generieren.

Tracklisting

  1. Wonderland
  2. The World Below
  3. Mind Dear
  4. Melody Remedy
  5. The Big Picture
  6. From the Mire
  7. Morning Paper
  8. All the Roses
  9. Come to Play
  10. Pity Song (Live)

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