Stephen Malkmus & The Jicks – Sparkle Hard

In Reviews von Eric

Stephen Malkmus wird vor allem für das Werk seiner Band Pavement verehrt, die in den 1990er Jahren mit ihrem dekonstruierenden Schrammel-Indie Kultstatus erreichte. Mit seiner „neuen“ Band The Jicks arbeitet der Amerikaner inzwischen auch schon 17 Jahre zusammen und ist mit „Sparkle Hard“ beim siebten Album angekommen.

Doch der typische Malkmus-Sound mit seinen schrammeligen Gitarren, seinen eckigen Rhythmen und seinem holpernden Gesang änderte sich in den wechselnden Besetzungen nur an wenigen Stellschrauben. Zur Slacker-Attitüde der Songs kommt allerdings immer öfter etwas Sehnendes – am auffälligsten zu hören bei „Sold Silk“, das von einer Akustikgitarre geleitet und von Streichern unterstützt wird. Beim fast siebenminütigen „Kite“ wird es auf eine Flaming-Lips-Art trippig. Und beim bewusst unausbalancierten Americana-Stück „Refute“ bekommt Malkmus Unterstützung von einer anderen Kult-Künstlerin, nämlich Kim Deal (Sonic Youth).

„Sparkle Hard“ fügt dem Malkmus‘schen Oeuvre nichts Entscheidendes hinzu, ist aber ein ansprechender Beweis für die musikalische Lust eines 51-Jährigen, der niemandem mehr etwas beweisen muss.

Tracklisting

  1. Cast Off
  2. Future Suite
  3. Solid Silk
  4. Bike Lane
  5. Middle America
  6. Rattler
  7. Shiggy
  8. Kite
  9. Brethren
  10. Refute
  11. Difficulties/Let Them Eat Vowels

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