Ryley Walker – Deafman Glance

In Reviews von Eric

Obwohl Ryley Walker sein drittes Album in den Abbey Road Studios in London aufnahm, wird der Versuch scheitern, die Beatles aus „Deafman Glance“ herauszuhören. Vielmehr klingen die Songs des US-Amerikaners nach einer Jam Session im Laurel Canyon, während der der Tag langsam in den Abend übergeht, aber die Wärme der Sonne immer noch zu spüren ist.

Walkers leicht jazziger Folk zwischen Hippie-Ästhetik und milder Psychedelia, die sich sogar ein paar misstönende Ausbrüche leistet („Accomodations“), beeindruckt mit virtuoser Gitarrenarbeit, sprudelnden Klavierparts und tastenden Synthesizern. Den Vergleich mit der sehnsüchtigen Melancholie eines Nick Drake wird Walker auch auf LP Nummer drei nicht los, überführt sie aber durch Elaboration, Harmonieverständnis und ein paar schrägen Tönen in einen eigenen, gleichzeitig ausgefeilten und „jammy“ Ryley-Walker-Sound.

Am besten beschreibt es der Musiker selbst, wenn er sagt, seine Songs klängen wie „ein Zug, der konstant auf dich zu- aber nie ankommt.“

Tracklisting

  1. In Castle Dome
  2. 22 Days
  3. Accommodations
  4. Can’t Ask Why
  5. Opposite Middle
  6. Telluride Speed
  7. Expired
  8. Rocks On Rainbow
  9. Spoil With The Rest

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