Ash – Islands

In Reviews von Eric

Ash sind die Duracell-Hasen des Britrock – sie laufen und laufen und laufen. Nach 25 Jahren und sieben Alben (die zweiteilige „A-Z“-Song-Compilation nicht mitgerechnet) weiß man genau, was man von dem nordirischen Trio bekommt: simplen, aber hochmelodiösen Powerpop mit hohem Mitsing- und Eingängigkeitsfaktor.

„Islands“ schließt in seinen besten Momenten an Ashs LP-Großtaten „1977“ und „Free All Angels“ an: rohe, aber zielsichere Gitarrenriffs, ein treibender Basslauf, kickende Drums und Tim Wheelers jugenhaft-verschmitzten Gesang vereinen sich bei „Annabel“, „Is It True?“, „Somersault“ und „Buzzkill“ zu rund drei Minuten purem Popvergnügen. Letzterer klingt zudem nicht nur nach Ashs legendären nordirischen Landsmännern The Undertones, zwei Mitglieder der Band steuern den Background-Gesang zu dem Song bei, der sich einen Spaß daraus macht, so viele Schimpfwörter wie möglich unterzubringen.

Die Stücke, bei denen sich die Belfaster ein wenig vom bekannten Muster entfernen, gelingen meist mehr (der Weezer-meets-Franz-Ferdinand-Song „Confessions In The Pool“, die Rock-Grandezza von „The Suburbs“-Arcade-Fire bei „True Story“) und manchmal auch weniger (der verunglückte Bluesrock „Did Your Love Burn Out?“).

„Islands“ zeigt die musikalische Vitalität von Wheeler und Kollegen und weißt eine überraschend hohe Dichte an potenziellen Hits auf. Oder um einen alten Ash-Song zu zitieren: Oh Yeah!

Tracklisting

  1. True Story
  2. Annabel
  3. Buzzkill
  4. Confessions In The Pool
  5. All That I Have Left
  6. Don’t Need Your Love
  7. Somersault
  8. Did Your Love Burn Out?
  9. Silver Suit
  10. It’s A Trap
  11. Is It True?
  12. Incoming Waves

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