Social Animals – Best Years

In Reviews von Eric

Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, wird gerade jetzt, angesichts des wegen der Corona-Krise empfohlenen „Social Distancing“ spürbar, das für Viele offensichtlich bedrohlicher wirkt als das Virus selbst. Insofern liefern die Social Animals schon qua Namen den richtigen Soundtrack zur aktuellen Situation.

Aber keine Angst, die drei Songs ihrer 7-Inch „Best Years“ lassen sich auch allein daheim anhören – am besten mit guten Boxen, um den wabernden Hall, der auf den Songs wie ein abendlicher Nebel liegt, voll genießen zu können. Obwohl die Band aus Minnesota stammt, sind es vor allem britische Referenzen, die man im Sound des Quartetts ausmacht, Shoegaze und BritPop hauptsächlich, aber auch Post-Punk und New Wave. Das ist dann mal hyperhymnisch wie im Titelstück, dunkel wie bei „Bad Things“ oder treibend wie bei „Get Over It“. Was die Stücke aber neben ihrem knackigen Vortrag vornehmlich hervorstechen lässt, ist die Stimme von Frontmann Dedric Clark, die so viel sehnsüchtige Melancholie ausstrahlt, dass man sich sofort auf eine nächtliche Autofahrt begeben will, um eine Liebste zurückzugewinnen. Auch wenn es die gar nicht gibt.

Spätestens, wenn demnächst ihr Debütalbum erscheint und vor allem, wenn wir alle wieder zu Konzerten gehen können, werden wir noch viel von den Social Animals hören.

Tracklisting

  1. Best Years
  2. Bad Things
  3. Get Over It

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