Soap & Skin – From Gas To Solid / You Are My Friend

In Reviews von Eric

Die Alben von Anja Plaschg alias Soap & Skin waren immer schmerzvolle Reisen in die intimsten Gefühlswelten der Musikerin, ein Blick so tief in ihre Seele, das man sich von der tiefen emotionalen Offenbarung fast abwenden mochte. Auch auf ihrem dritten Album, das über sechs Jahre nach dem Vorgänger „Narrow“ erscheint, liefert sich Plaschg den Hörer*innen mit allen tiefsitzenden Gefühlen wieder aus. Doch wo vorher nur Schmerz war, gibt es nun Hoffnung, Trost und Ruhe.

Das Piano ist das bestimmende Instrument der Songs, die sie fast vollständig in ihrer Wohnung in Wien aufnahm, wobei „fast alles was hörbar ist, auf Samples basiert“, wie Soap & Skin selbst erklärt. So fügen sich Elektroniktupfer, militärisch anmutende Trommelwirbel, undefinierte Geräusche, Bläser und eben das Piano zu Kammerpop-Chorälen zusammen, die manchmal zum Heulen schön sind, aber bei denen man auch immer mit einem schrägen Ton rechnen muss. Wenn am Ende Louis Armstrongs „What A Wonderful World“ gecovert wird, scheint das Plaschgs momentane Stimmung gut zusammenzufassen, nur getoppt noch vom Satz ihrer Tochter am Ende von „Heal“: „I have no fear“.

Tracklisting

  1. This Day
  2. Athom
  3. Italy
  4. (This Is) Water
  5. Surrounded
  6. Creep
  7. Heal
  8. Foot Chamber
  9. Safe With Me
  10. Falling
  11. Palindrome
  12. What A Wonderful World

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