Phoebe Bridgers – Stranger In The Alps

In Reviews von Eric

Ähnlich wie bei ihrer Schwester im Geiste von der Ostküste, Sharon Van Etten, sind die Songs von Phoebe Bridgers aus Los Angeles traurige Emotionssammlungen. Auf ihrem Debütalbum „Stranger In The Alps“ zeigt die 23-Jährige intimste Gefühle, die trotz aller Schwermut ein Schillern ausstrahlen. Kein Wunder, dass Ryan Adams, Julien Baker und Conor Oberst, der auf dem Stück „Would You Rather“ zu hören ist, Fans sind.

Folkige Mollgitarren, eine einzelne Geige, ein Klavier, ferne Synthesizer-Ahnungen, ein zurückhaltendes Schlagzeug – das sind die nicht unüblichen Komponenten, mit denen Bridgers ihre intimen Geschichten über gebrochene Herzen, gestorbene Freunde und falsche Entscheidungen untermalt. Überdurchschnittlich wird „Stranger In The Alps“ durch Bridgers‘ luftige, aber unbeirrbare Stimme, die die Traurigkeit in den Songs fühlbar, jedoch gleichzeitig überwindbar machen. Und durch erstaunliche Stücke wie das schonungslose „Funeral“, in dem die Protagonistin am Vorabend einer Beerdigung, auf der sie singen soll, einen Ausweg aus ihrer Trauer sucht. Oder die exquisite Schlussmach-Hymne „Motion Sickness“, eine schonungslose, aber nicht bittere Abrechnung mit dem Ex.

Auch wenn nicht alle Stücke so überwältigend zu berühren wissen wie diese beiden Songs, gelingt Phoebe Bridgers ein insgesamt zum Heulen schönes Album.

Tracklisting

  1. Smoke Signals
  2. Motion Sickness
  3. Funeral
  4. Demi Moore
  5. Scott Street
  6. Killer
  7. Georgia
  8. Chelsea
  9. Would You Rather
  10. You Missed My Heart

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