Panda Bear – Buoys

In Reviews von Eric

Ähnlich wie seine Band Animal Collective balanciert auch Noah Lennox zwischen elektronischer Experimentierfreude und melodiöser Poppigkeit. Wobei bei Lennox‘ Solowerken als Panda Bear oft ein laid-back-Touch hinzukommt, der ihn von der leicht spinnerten Angespanntheit Animal Collectives unterscheidet.

Auf seinem inzwischen sechsten Album „Buoys“ spielt meist eine folkige Akustikgitarre das Leitmotiv des Songs, über das Panda Bear seine schimmernden Elektrotupfer und halluzinogene Sampledelia legt. Die Produktion, die gemeinsam mit Lennox‘ Weggefährten Rusty Santos entstand, ist am HipHop geschult, wirkt aber wie ein dekonstruierter R’n’B, der bewusst LoFi gehalten und mit Sound-Gimmicks angereichert wird. Da entwickeln sich Regentropfen zu einem Beat („Dolphin“), es werden Westernklänge eingeflochten („I Know I Don’t Know“), oder das orgastische Stöhnen einer Frau als Sample benutzt.

Enervierend wirken allerdings die vielen Effekte, die konstant auf der Stimme des Wahl-Lissabonners liegen. Das hätte dessen jungenhaftes Gurren eigentlich nicht nötig. Das die Stücke antreibende Gitarrenschrammeln klingt mit der Zeit monoton. Und die ständigen Soundspielereien haben auch etwas Geckenhaftes, als wolle einem Panda Bear ständig zuzwinkern: „Ganz schön clever, was ich da mache, oder?“ Dennoch lässt sich zu seiner Chill-Out-Musik für Checker und Slacker gut abdriften.

Tracklisting

  1. Dolphin
  2. Cranked
  3. Token
  4. I Know I Don’t Know
  5. Master
  6. Buoys
  7. Inner Monologue
  8. Crescendo
  9. Home Free

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