One True Pairing – One True Pairing

In Reviews von Eric

Nach Hayden Thorpe veröffentlicht mit Tom Fleming alias One True Pairing auch der zweite Ex-Wild-Beasts-Sänger ein Soloalbum. Während Thorpe sein Falsett in bedächtige Klavierballaden kleidete, bleibt Fleming mit seinem dunklen Timbre näher am Sound seiner ehemaligen Band, vor allem am synthielastigen Album „Boy King“. Doch One True Parings Erstling ist nicht so elegant wie jenes, sondern viel mehr In-Your-Face. Fleming nennt es auch sein „Rockalbum, ein Protest gegen den guten Geschmack“.

So schlimm ist es dann nicht gekommen, obgleich die LP von Klassenfrustration und Selbstzweifeln geprägt ist, von Unzufriedenheit mit Großbritannien im Jahr 2019 und einem „Gefühl von richtungsloser Wut und Betrug“. Der Sound lässt sich mit Twin Shadow vergleichen, durch sein Zusammenspiel von schneidend-aggressiven Synthesizern und Classic-Rock-Gitarren. Insgesamt ist es ein elektronisches Album geworden, auch die handgespielten Instrumente wie Schlagzeug und Gitarre wurden durch Filter gejagt und bearbeitet. Dennoch kommt einem neben Depeche Mode bei Songs wie „I’m Not Afraid“ auch Bruce Springsteen in den Sinn.

Auch wenn One True Pairings letzter Song „Only God Can Judge Me“ heißt, erlaube ich mir dennoch das Urteil, dass er zwar einen dichten, ansprechenden Sound geschaffen hat, aber trotzdem kein Song direkt hängenbleibt.

Tracklisting

  1. Zero Summer
  2. I’m Not Afraid
  3. One True Pairing
  4. Weapons
  5. Dawn At The Factory
  6. Blank Walls
  7. Reaper Of Souls
  8. Elite Companion
  9. Alive In The Resplendent Flames
  10. King Of The Rats
  11. Only God Can Judge Me

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